08. August 2010
-- Veröffentlichung am 01. März 2012 --
Call for papers
Für die Themenausgabe 5 der Online-Zeitschrift ‚Schulpädagogik – heute’
‚Reform der Lehrerbildung’
Die Lehrerbildung in Deutschland, der Schweiz und Österreich weist hinsichtlich ihrer Reformnotwendigkeit gemeinsame Problemstellungen auf, steht aber auch z.T. vor unterschiedlichen Problemen.
Gemeinsam ist allen drei Ländern die Notwendigkeit und der Versuch, Theorie und Praxis der Lehrerausbildung einander anzunähern. Wie kann es gelingen, dass eine Annäherung an unterrichtliches Handeln in der Lehrerausbildung ab einem sinnvollen Zeitpunkt der universitären Lehrerbildung vorgenommen wird, ohne die notwendigen theoretischen und reflexiven Bezüge pädagogischen Handelns zu vernachlässigen? Wie kann die Theorie-Praxis-Vermittlung unter gemeinsamer Kooperation von Hochschullehrern und qualifizierten Praktikern unter dem Dach der Universitäten so organisiert werden, dass ein systematischer Aufbau und ein zielführender Professionalisierungsprozess eingeleitet wird?
Insbesondere die extreme Segmentierung durch die Kulturhoheit der deutschen Bundesländer sowie z.T. die Trennung von Kultus- und Wissenschaftsministerien stehen gegen die im Bologna-Prozess angestrebte internationale Angleichung der Studienstrukturen und -abschlüsse. Inwieweit lassen sich Ansprüche des Bologna-Prozesses in Deutschland im Vergleich zu Österreich und der Schweiz realisieren?
Gerade unter strukturellen Gesichtspunkten muss dementsprechend gefragt werden, wie eine gestufte Lehrerausbildung aussehen kann, die einerseits dem Bolognaprozess entspricht und andererseits einer Theorie-Praxis-integrierten Lehrerausbildung nicht im Wege steht, sondern sie systematisch begünstigt. Wie sind Universitäten, Bachelor/Master-Strukturen, Studienseminar, Lehrerfort- und -weiterbildung im Sinne einer das Studium und den weiteren Berufsweg begleitenden aufeinander aufbauenden Professionalisierung zu integrieren?
Wie kann diese Integration so gelingen, dass ein effizienter und kompetenzorientierter Weg der Lehrerbildung beschritten wird und hierbei die Gesundheit und die Ressourcen der beteiligten Personen eine Stärkung und keine professionelle Destruktion erfahren? Wie lassen sich die Probleme der Polyvalenz und der späteren Jobrotation hierbei sowohl im Interesse der an der Ausbildung beteiligten Subjekte als auch im Interesse der Schulen und ihrer Schülerinnen und Schüler lösen?
An welcher Stelle des Professionalisierungsprozesses sollten Eignungsprüfungen, Beratungen, aber auch Grenzen eingezogen werden? Wie soll dies gestaltet werden? Welche didaktischen Überlegungen, Modelle, Versuche und Evaluationen gibt es zu einer reformorientierten Lehrerbildung, die sich auf diese Fragestellungen beziehen?
Es sind insbesondere Beiträge aus Deutschland, der Schweiz und Österreich erwünscht. Bitte beachten Sie die Autorenhinweise und die Beschreibung der einzelnen Rubriken bei der Abfassung der Beiträge.
Die Redaktion (Katja Faulstich-Christ, Gabriel Hund-Göschel, Klaus Moegling, Tim Sauerwein, Martin Volkmann) von Schulpädagogik-heute ist gespannt auf Ihre Beiträge:
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