Eröffnung des Themas

Klaus Moegling

Die Strukturreform der Lehrerbildung – langfristig angelegt und partizipativ durchdacht und geplant
Zusammenfassung: Im Anschluss an eine kritische Analyse bisheriger Lehrerbildungsstrukturen wird dafür plädiert, Lehrerbildungsreformen in Deutschland, Österreich und der Schweiz längerfristiger zu planen und mit den beteiligten Akteuren partizipativ zu entwickeln. Zwischenschritte sind vor dem Hintergrund eines langfristigen Reformentwurfs zu sehen.
Jede Lehrerbildungsreform sollte die Verbesserung des schulischen Lernens und die Qualität der Schulentwicklung zum Ziel haben. Hierfür darf es keine Tabus geben.
Die universitäre Lehrererstausbildung sollte für alle Lehrämter die gleiche Regelstudienzeit aufweisen und ist stufenbezogen zu organisieren. Dies hat auch besoldungsrechtliche Konsequenzen zur Folge.
Es wird empfohlen, als Ziel einer längeren Lehrerbildungsreform eine durchgängige Theorie-Forschung-Praxis-Verbindung im Sinne eines wissenschaftsorientierten dualen Studiums zu diskutieren. Hierbei könnten sich die Institutionen der Lehrerbildung – Universitäten, Schulen und Studienseminare – in einer einphasigen Erstausbildung ergänzen und unterstützen. ….

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Und darauf bezogen:

Ewald Terhart

Über große Sprünge und kleine Schritte in der Reform der Lehrerbildung.
Ein Kommentar
Zusammenfassung: Zunächst wird der Vorschlag zur Strukturreform der Lehrerbildung von Klaus Moegling in wesentlichen Punkten von Ewald Terhart zusammengefasst („Der Vorschlag“). In einem zweiten Schritt werden die verschiedenen Aspekte eine Lehrerbildungsreform kommentiert („Wie sind die Vorschläge einzuordnen bzw. zu bewerten?“).
Der Vorschlag sieht insbesondere eine verstärkte Zusammenarbeit dreier Systeme mit unterschiedlichen Zeit- und Aufgabenstrukturen sowie Traditionen vor (Schulen, Universitäten, Studienseminare). Hierbei formuliert Terhart seine Bedenken hinsichtlich des Umfangs der konzipierten Reformmaßnahmen und macht deutlich, dass der Erfolg der von Moegling vorgelegten Reformvorschläge u.a. davon abhängig sein wird, ob

  • die Ausbildungsschulen einen Akkreditierungsprozess u.a. mit vorheriger Qualifizierung der beteiligten Mentoren durchlaufen;
  • die Universitäten sich auf ein größeres Maß an Berufsorientierung einlassen;
  • den Studienseminaren ihre institutionelle Positionierung in der neuen Struktur der Lehrerbildung einsichtig ist;

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